• Charity Center Unsere AUFGABE ist es zu HELFEN. HAITI braucht Ihre HILFE.
  • Charity Center Unsere AUFGABE ist es zu HELFEN. HAITI braucht Ihre HILFE.
  • Charity Center Unsere AUFGABE ist es zu HELFEN. HAITI braucht Ihre HILFE.

Charity Center

Informationen Juli 2018
PDF Drucken E-Mail

Liebe Sponsoren, Paten und Freunde,

mit diesem Brief erhaltet ihr ein Update über die momentane Situation im Waisenheim und gleichzeitig einen kurzen Bericht über unsere diesjährige Reise nach Haiti in den Osterferien.Geschenke

Ende März trat ich (Mondi) zusammen mit fünf hochmotivierten Landsbergern die lange Reise nach Haiti an. Alle Teilnehmer haben die Kosten für Flug, Unterkunft und Verpflegung selbst übernommen und ihre Urlaubszeit für unser Projekt eingesetzt. Jeder meiner Reisebegleiter wollte sich zudem mit seiner ganz eigenen Begabung im Waisenheim einbringen. Im Waisenheim in Les Cayes wurden wir von fröhlichen Kindern und Mitarbeitern empfangen. Sofort nahmen wir die Situation im Waisenheim in den Blick und entschieden uns für den Bau eines Geländers an Balkon und Treppe. Die nächsten Tage waren anstrengend und mit dem Besuch von Baumärkten, Gesprächen mit Handwerkern und schließlich eigenen handwerklichen Arbeiten angefüllt. Doch schon wenige Tage später waren die Geländer fertiggestellt, und selbst die Kinder und Mitarbeiter bewunderten die tolle Arbeit.

Karin und Daniela, zwei Mitglieder unseres Teams, hatten einen Satz Blockflöten mitgebracht und gaben interessierten Kindern und Jugendlichen Musikunterricht. Wir waren überrascht, mit welcher Freude und Dankbarkeit die Kinder dies annahmen und welche verborgenen Talente in manchen schlummern. Besonders Olsen, ein 14-jähriges Heimkind, entpuppte sich als Naturtalent und konnte nach der ersten Unterrichtsstunde bereits ganze Lieder spielen.

Flötenunterricht

Margot hatte es sich zur Aufgabe gemacht, mit einigen Jungs Müll einzusammeln. Das Müllproblem und der unbekümmerte Umgang vieler Haitianer damit beschäftigen uns bei jedem Besuch, und inzwischen ist es in Haiti auch politisch ein Thema geworden. Wir möchten „unsere“ Kinder gern zu Menschen erziehen, die mit ihrer Umwelt und ihrem Land gewissenhaft umgehen.

Daniela konnte mit einigen Kindern therapeutische Gespräche führen – auch viele Jahre nach den traumatischen Ereignissen eine wichtige Arbeit.

Ein gemeinsamer Ausflug mit den Kindern führte zum Strand. Es ist einfach klasse zu sehen, wie glücklich die Kinder über solche Aktionen sind. Leider ist das nur selten möglich – weil nicht genug Mitarbeiter schwimmen können. Wir könnten Schwimmkurse mit Ausbildern von hier anbieten, falls jemand dazu bereit wäre und wir Sponsoren für die Reisekosten der Freiwilligen finden. Wenn ihr euch selbst einbringen möchtet, freuen wir uns, wenn ihr uns eure Gedanken dazu mitteilt.

Am Freitag, dem 6. April, bauten Rupert und Werner einen Sandkasten für die Kinder. Das machte den Kleinen so viel Spaß, dass wir ihnen Sandspielzeug kauften, was sie noch mehr freute. Am Nachmittag gönnten wir uns dann auf dem bezaubernden Inselchen Île à Vache selbst etwas Urlaub.

Am Samstag war schon Abschiedsstimmung, und wir veranstalteten für die Kinder und die Mitarbeiter ein kleines Fest. Es wurde getanzt, gesungen, musiziert, Gedichte und Witze erzählt, Spiele gespielt ... Es war für uns alle schön zu sehen, wie viel die Kinder schon können. Olsen trat mit seiner Flöte auf, was uns sehr gefreut hat. Er wird nun selbst Flötenunterricht im Waisenhaus anbieten.

Allgemein stellten wir fest, dass die Entwicklung der Kinder rasant fortschreitet. Viele haben den großen Wunsch, neben der Schule Weiteres zu machen, wie Musikunterricht, Nähen, Werkeln usw.

Geländer Balkon

Wir prüfen, was finanziell möglich ist. Vielleicht hilft ihnen mal genau das bei der beruflichen Orientierung.

Während der Woche traf ich mehrmals zwei Architekten, um die Hauserweiterung für die Jungs zu planen. Leider sind die Preise dafür extrem gestiegen. Erst jetzt wurde uns bewusst, wie entgegenkommend der verstorbene Architekt war: Rund 200 qm sollen über 100.000 US‐Dollar kosten, der vorherige hatte nur 62.000 US‐Dollar veranschlagt. Den Vertrag konnten wir noch nicht unterschreiben, weil uns die Differenz noch fehlt.

Vor dem Rückflug trafen wir den deutschen Botschafter in Haiti, um ein paar Tipps für das Waisenhaus zu bekommen. Er findet unsere Arbeit sehr unterstützenswert und will uns gern im kleinen Rahmen fördern. Wenige Wochen später wurde diese Kontaktaufnahme sehr wertvoll, als er uns auch bei der etwas problematischen Visaerteilung für die Sängerin der Band unterstützte, die im Juli nach Deutschland kommt.

Euch allen, Sponsoren, Paten und Freunden, möchte ich im Namen des gesamten Vereins ganz herzlich für eure Unterstützung danken. Durch eure Gebete und eure finanzielle Hilfe tut ihr Wunderbares für unsere Kinder. Vielen Kindern in Haiti ist der Schulbesuch verwehrt oder sie haben sogar zu wenig Nahrung. Aber dank euch geht es unseren Kindern gut und sie haben eine Zukunft.

Herzliche Grüße

Mondi